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Auch der Landkreis blüht auf: Unzählige Landwirte stellen Ackerflächen für Blühprogramme zur Verfügung

v.l.n.r.: Jörn Schepelmann, Dennis Niemann, Rolf Dreß; Foto: P. Wetzel

v.l.n.r.: Jörn Schepelmann, Dennis Niemann, Rolf Dreß; Foto: P. Wetzel

Neben dem wachsenden Interesse vieler Menschen in Stadt und Landkreis Celle für die Anlage von bienenfreundlichen Blühflächen, stellen die heimischen Landwirte mittlerweile erhebliche Flächen für Blühstreifen zur Verfügung. Im gesamten Landkreis Celle sind nach Angaben des Landvolks Celle über 700 Hektar Acker mit artenfreundlichem Saatgut bestellt und dienen somit der Biodiversität. Exemplarisch für den Einsatz der knapp 170 engagierten Landwirte besuchte der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann gemeinsam mit dem CDU-Ortsvorsitzenden der Gemeinde Ahnsbeck, Dennis Niemann, einen Blühstreifen von Rolf Dreß.

Dreß stellte den CDU-Politikern seine Blühfläche vor, die er fünf Jahre für das Agrarumweltprogramm des Landes Niedersachsen zur Verfügung stellt. Dafür, dass er diese Fläche nicht bewirtschaften darf, erhält er EU-Fördermittel, die aber längst nicht ausreichen, um den landwirtschaftlichen Betrieb ökonomisch führen zu können. Es handelt sich also um eine freiwillige und gleichzeitig ökologisch wichtige Leistung der Bauern. „Meiner Meinung nach werden wir Landwirte zu Unrecht an den Pranger gestellt. Abgesehen davon, dass viele Bauern keine ökonomische Zukunftsperspektive in ihrer Branche sehen, fühlen sie sich als Buhmann, die für fast alles – von Glyphosat übers Bienensterben bis zur Nitratbelastung im Grundwasser – verantwortlich gemacht werden. Dabei leben wir mit der Natur und von ihr und greifen so wenig wie nötig ein, um die Belastungen möglichst gering zu halten und dennoch dem Kostendruck standhalten zu können“, unterstrich Rolf Dreß. Jörn Schepelmann lobte das Engagement von Landwirt Dreß beispielhaft für viele Bauern und das Celler Landvolk, die zahlreiche Blühflächen im gesamten Landkreis angelegt haben und wünschte sich dafür mehr Wahrnehmung in der Bevölkerung. „Unsere heimischen Landwirte leisten viel um Bienen, Insekten, Niederwild und anderen Arten mehr Lebensraum zu schaffen, ohne diese Flächen dabei gewinnbringend nutzen zu können. Ich wünsche mir mehr Anerkennung für den ökologischen Beitrag unserer Landwirte und mehr Anerkennung für deren Arbeit im Allgemeinen“, so Schepelmann.

Auch der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Dennis Niemann hob die schwierigen Grundbedingungen vieler landwirtschaftlicher Betriebe hervor und lobte das persönliche Engagement im Bereich Naturschutz, das etliche Landwirte auch in seiner Gemeinde betreiben: „Die Anlage von insektenfreundlichen Blühstreifen und der Verzicht auf Bewirtschaftung und Pflanzenschutz- und Düngemitteln tut den Böden merklich gut und bieten auch selten gewordenen Tier- und Insektenarten wieder mehr Lebensraum. Neben der großflächigen Anlage von Blühstreifen kann auch jeder Einzelne in seinem Garten seinen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten.“

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