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Schwerpunkt: Hilfe für Unternehmen in der Corona-Krise

Bild von PIRO4D auf Pixabay

Antrag Zuschuss ausfüllen und im Online-Kundenportal der NBank einreichen

Antrag Kreidt ausfüllen und im Online-Kundenportal der NBank einreichen

Die Ausbreitung des Virus COVID-19 stellt unsere gesamte Gesellschaft vor bislang ungekannte Herausforderungen. Zum Schutz für uns alle wurden weitreichende Anordnungen getroffen, um die rasante Verbreitung des Virus zu verlangsamen und damit eine Überlastung unseres Gesundheitssystems und enorme Fallzahlen zu vermeiden. Zu den Anordnungen gehören neben einem weitreichenden Kontaktverbot auch das Betriebsverbot für nahezu alle Bereiche, die nicht den täglichen Bedarf versorgen. Daraus resultieren extreme konjunkturelle Einschnitte für viele Unternehmen. Um die Folgen dieser Einschränkungen besonders für die Wirtschaft und damit auch für die Arbeitnehmer abzufedern, hat das Land Niedersachsen heute umfangreiche Hilfen bereitgestellt: Die Landesregierung stellt zur Eindämmung der Auswirkungen der Corona-Krise insgesamt 4,4 Milliarden Euro bereit. Zur Stützung unseres Gesundheitssystems und der Wirtschaft stellen wir 1,4 Milliarden Euro an Barmitteln bereit. Nachfolgend möchte ich Ihnen eine Übersicht über alle Hilfsangebote geben.

Als Land lassen wir die niedersächsische Wirtschaft nicht im Stich. Darum haben wir in der heutigen Landtagssitzung folgende Hilfen beschlossen:

Niedersachsen-Soforthilfe Corona

- Richtet sich an gewerbliche Unternehmen, Angehörige freier Berufe in Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten und Soloselbständige
- kann auch von Startups (jünger als 5 Jahre) in Anspruch genommen werden - Voraussetzung: tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung
- Zuschuss kann z. B. für Mietzahlungen oder Zinsverpflichtungen verwendet werden
- finanzielle Unterstützung (Zuschuss) in Form einer sogenannten Billigkeitsleistung
- gestaffelt nach Betriebsgröße:

  • bis 5 Beschäftigte: 3.000 €
  • bis 10 Beschäftigte: 5.000 €
  • bis 30 Beschäftigte: 10.000 €
  • bis 49 Beschäftigte: 20.000 €

- Beantragung ist ab dem 25.03.2020 um 15 Uhr im Kundenportal der NBank möglich (s. "Antrag Zuschuss")

Soforthilfe-Zuschussprogramm des Bundes

- Bundeskabinett hat ein Soforthilfe-Zuschussprogramm beschlossen, welches noch in dieser Woche vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden soll
- Für Kleinstunternehmer*innen bis max. 10 Beschäftigte, Angehörige der Freien Berufe und Soloselbständige
- Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von Liquiditätsengpässe
- Zuschuss kann ergänzend zum Landeszuschuss beantragt werden, wenn ein entsprechender Bedarf begründet wird
- gestaffelt nach Betriebsgröße:

  • bis zu 5 Beschäftigte: bis 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate
  • bis zu 10 Beschäftigte: bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monat-

- genauer Beantragungsstart noch nicht bekannt! --> Die Mittel sollen über die Länder bereitgestellt werden. Für Niedersachsen wird dies die NBank sein.

Niedersachsen-Liquiditätskredit

- Liquiditätshilfen von bis zu 50.000 Euro pro Fall für kleine und mittlere Unternehmen
- werden direkt von der NBank vergeben
- es müssen keine Sicherheiten erbracht werden
- auch Startups haben Anspruch
- Beantragung ist ab dem 25.03.2020 um 15 Uhr im Kundenportal der NBank möglich (s. "Antrag Kredit")

KfW-Sonderprogramm 2020

- unbegrenzte Finanzmittel werden über die KfW bereitgestellt
- richtet sich an mittelständische Unternehmen und Großunternehmen
- für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe zur Verfügung
- Sonderprogramme für junge und etablierte Unternehmen
- Kredite können ab sofort über die Hausbank beantragt werden

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der KfW

Bürgschaften der Niedersächsischen Bürgschaftsbank

- die NBB (www.nbb- hannover.de) verbürgt Hausbankkredite für nahezu alle Branchen
- bis zu einer Größenordnung von 2,5 Mio. Euro, davon bis zu 240.000 Euro im Expressverfahren
- Beantragung über die Hausbanken

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Corona-Auswirkungen

- zinsfreier Steuerstundung --> Beantragung via ELSTER ans Finanzamt
- erleichterten Herabsetzung von Vorauszahlungen --> Beantragung via ELSTER ans Finanzamt
- Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschlägen bis zum 31.12.2020, sofern das Unternehmen von der Corona-Krise betroffen sind

Kurzarbeitergeld

- Unternehmen, die von Lieferengpässen oder Umsatzrückgängen z.B. durch verordnete Schließungen betroffen sind, können für Ihre Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragen
- auch Kleinbetriebe mit nur einem oder 2 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten können Kurzarbeitergeld beantragen
- Leistung muss vom Arbeitgeber beim Arbeitsamt beantragt werden
- Voraussetzungen:

  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
  • Arbeitsausfall bis zu 100 % --> übliche Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich reduziert
  • Beantragung bereits möglich, wenn 10% der Belegschaft betroffen sind

- anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet
- Leiharbeitnehmer*innen haben ebenfalls Anspruch auf Kurzarbeitergeld
- auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten wird verzichtet
- die erleichterten Regelungen sind bereits rückwirkend ab 1. März in Kraft getreten

Wie funktioniert Kurzarbeitergeld?
Ein Beispiel: Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung. Bemessungsgrundlage ist das pauschalierte Nettoentgelt. Beträgt dies vereinfacht dargestellt z.B. regulär 2.200 Euro und wird nun aufgrund einer Kürzung der Arbeitszeit um 45 % um 1.000 Euro auf 1.200 Euro vermindert, gleicht die Arbeitsagentur die entstanden Nettolohnlücke um 60 % bei Beschäftigten ohne Kinder bzw. 67 % bei Beschäftigten mit Kindern aus. Der Ausgleich für den betroffenen Beschäftigten beträgt also 600 bzw. 670 Euro, sein gesamtes Nettoentgelt beträgt entsprechend 1.800 bzw. 1.870 Euro.

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:

 

Die breite Unterstützung, die in der Landtagssitzung signalisiert wurde, zeigt den Willen aller politischen Verantwortlichen, in dieser außergewöhnlichen Krise den betroffenen Betrieben schnell und möglichst unkompliziert zu helfen. Mit den aufgeführten Maßnahmen stehen den Unternehmen auf Landesebene bereits erste Hilfen bereit, um die Liquidität kurzfristig zu sichern. Selbstverständlich werden wir die Lage weiterhin aufmerksam begutachten und weitere Schritte beraten.

Bleiben Sie gesund!

Update vom 31.03.2020: Fördersummen für Unternehmen in Niedersachsen nun durch Bundesmittel stark erhöht

 

Richtlinie zur finanziellen Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise durch Bundesverordnung ergänzt

Mit sofortiger Wirkung erhöht das Land Niedersachsen seine Unterstützung für Unternehmen und passt die Förderrichtlinien an. Bereits am 24.03.2020 hat Niedersachsen, als eines der ersten Bundesländer, ein eigenes Soforthilfeprogramm "Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen" auf den Weg gebracht. Ziel war es, so schnell wie möglich die ersten liquiditätssichernden Maßnahmen umzusetzen. Die jetzt vom Bund bereitgestellten Mittel und die Bund-Länder-Vereinbarungen führen nun dazu, dass die bestehende Verordnung zum 31.03.2020 durch zwei neue Richtlinien ersetzt wird. Die neuen Regelungen beinhalten eine Förderung von Soloselbstständigen, freiberuflich Tätigen und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten. Diese können in zwei Stufen Zuschüsse von bis zu 9.000 € bei Unternehmen bis 5 Beschäftigten bzw. 15.000 € bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten zur Deckung ihres betrieblichen Defizites erhalten.

Besonders hervorzuheben hierbei: Eine Inanspruchnahme persönlicher oder betrieblicher Rücklagen ist dabei ausdrücklich nicht notwendig.

Weiterhin sollen auch Unternehmen und freiberuflich Tätige mit 11 - 49 Beschäftigten direkte Unterstützung erhalten. Bis zu 20.000 € für Unternehmen mit 11 - 30 Beschäftigten und bis zu 25.000 € für Unternehmen mit 31 - 49 Beschäftigten.

Der Celler Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann zu den Neuerungen: "In den vergangenen Tagen sind bereits sehr viele Anträge gestellt und auch bereits bewilligt worden. Die anfänglichen Schwierigkeiten waren sehr misslich, aber jetzt funktioniert es gut und vor allen Dingen schnell. Diese Hilfen sind sehr wichtig für unsere lokale Wirtschaft."

Für alle bisherigen Antragsteller besteht nun unkompliziert die Möglichkeit, ihren Antrag auf die neuen Richtlinien umzustellen, da diese im Regelfall besser dotiert sind. Die NBank wird dazu in den nächsten Tagen alle Betroffenen anschreiben und ihnen diese Möglichkeit eröffnen, ergänzend zu der schon erhaltenen Förderung des Landes eine weitere Unterstützung zu erhalten. Ein schon erhaltener Förderbetrag wird angerechnet, sollte sich nach den neuen Fördermöglichkeiten aufgrund der Vorgaben des Bundes eine höhere Summe ergeben.

Schepelmann freut sich über diese Verbesserung: "In den letzten Tagen habe ich sehr viele Soloselbstständige und Unternehmer gesprochen, die vor großen Problemen stehen. Diese Erhöhung wird hoffentlich helfen, die heftigen Umsatzausfälle besser kompensieren zu können."

 

 

 

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