Bild von Pijon auf Pixabay
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Kommunaler Finanzausgleich 2026: Landkreis Celle drohen Mindereinnahmen – Landesregierung redet von Stärkung, liefert das Gegenteil

20. Januar 2026

Die Landesregierung hat die vorläufige Modellrechnung für den Kommunalen Finanzausgleich 2026 vorgelegt. Auch wenn die endgültige Festsetzung erst im April 2026 erfolgt und sich bis dahin noch Veränderungen ergeben können, wird bereits jetzt deutlich: Für den Landkreis Celle und seine Kommunen zeichnet sich ein spürbares Minus ab.

Nach der vorläufigen Berechnung sinkt der Netto-Betrag für den Landkreis Celle im Vergleich zu 2025 von 152,06 Millionen Euro auf 145,80 Millionen Euro – ein Rückgang um rund 6,26 Millionen Euro. Auch die kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden im Landkreis Celle erhalten insgesamt nach der Modellrechnung weniger: Hier reduziert sich der Netto-Betrag von 77,75 Millionen Euro auf 69,72 Millionen Euro – ein Minus von rund 8,03 Millionen Euro.

Jörn Schepelmann, CDU-Landtagsabgeordneter für das Celler Land, erklärt dazu:
„Die Landesregierung spricht von der Stärkung der Kommunen – tatsächlich handelt sie gegensätzlich. Wir brauchen in allen Kommunen mehr Geld, um unseren Aufgaben vor Ort gerecht zu werden. Die nun von SPD und Grünen vollzogene Änderung zu Lasten der ländlichen Regionen wie Celle belegt wieder einmal, dass unser Landkreis unter Regierungen von SPD und Grünen das Nachsehen gegenüber den Ballungszentren hat. Das muss sich dringend ändern.“

Schepelmann betont, dass die kommunalen Haushalte bereits heute unter erheblichem Druck stehen: „Wer Kommunen stärken will, muss sie finanziell so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können – von Bildung und Betreuung über Feuerwehr und Infrastruktur bis hin zu den vielen Pflichtaufgaben im Alltag. Gerade im ländlichen Raum braucht es Verlässlichkeit statt neuer finanzieller Unsicherheiten.“