Bild von kalhh auf Pixabay
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Bundesgesellschaft für Endlagerung legt ersten Zwischenbericht vor

Heute hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nach dreijährigen Suchprozess einen ersten Zwischenbericht vorgelegt. Hierin wurden zunächst ungeeignete Gebiete, die aufgrund verschiedener Kriterien wie Erdbebengefährdung, Vulkanismus oder Nutzung als Bergbauregion untauglich sind, ausgeschlossen. Zeitgleich enthält der Bericht aber vor allem diejenigen Teilgebiete, die geologisch für die weitere Endlagersuche geeignet sind. Faktoren wie die Nähe zur Wohnbebauung oder zu Naturschutzgebieten wurden in Phase 1 der Untersuchung noch nicht berücksichtigt. So kommt nach der heutigen Vorstellung mehr als die Hälfte des deutschen Bundesgebietes auch weiterhin infrage und wird in der zweiten Phase der Endlagersuche weitergehend untersucht. Auch große Teile Niedersachsen und des Landkreises Celle werden von der BGE als geologisch geeignet bewertet. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann erklärt hierzu: „Wie bereits vorab vermutet, werden auch große Teile unseres Landkreises hinsichtlich der Eignung für ein Atommüllendlager in Betracht gezogen. Auch wenn es naheliegt, sofort in Abwehrhaltung gegenüber einem Endlagerstandort in unserem Landkreis zu gehen, sollten wir uns bewusst machen, dass es sich zunächst nur um eine generelle geologische Eignung handelt, die noch nicht tiefergehend geprüft ist. Dennoch werden wir die weiteren Beratungen auf den Fachkonferenzen kritisch begleiten, wo die Teilgebiete weiter erörtert werden.“

Auf einer Auftaktveranstaltung und drei Fachkonferenzen werden bis zum Sommer 2021 die fachlichen Einwände zu den verschiedenen Teilgebieten gebündelt und in einem weiteren Abschlussbericht zusammengefasst. Auf dessen Grundlage bestimmt der Deutsche Bundestag dann die Gebiete, die in Phase 2 weitergehend untersucht werden. Auf dieses Vorgehen haben sich Bundestag und Bundesrat bereits 2017 geeinigt, um ein wissenschaftlich fundiertes, transparentes und partizipatives Verfahren zur Endlagersuche zu gewährleisten. „Bei diesem emotional aufgeladenen und politisch brisanten Thema ist es wichtig, eine wissenschaftsbasierte Lösung mit größtmöglichem gesellschaftlichem Konsens zu finden. Wir werden innerhalb dieses Anhörungs- und Untersuchungsprozesses stets wachsam sein und den begründeten Einwänden gegen die Standorte im Landkreis Celle unbedingt Gehör verschaffen. Dennoch gehört es zu einer ergebnisoffenen Suche, dass jeder geeignete Standort genau geprüft wird und auf Grundlage dieser Ergebnisse ausscheidet oder weiter begutachtet wird. Seitens der niedersächsischen Regierungsfraktionen haben wir für das kommende Haushaltsjahr zusätzliche Mittel bereitgestellt, um die Endlagersuche objektiv auch auf Landesebene durch Sachverständige und öffentliche Veranstaltungen transparent und intensiv zu begleiten“, so Jörn Schepelmann, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtages ist.

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