Hannover, 19. Februar 2021: Ein sehr brisantes Thema ist und bleibt der Wolf in unserer Heimat. Nicht zuletzt der erfolgreiche Abschuss einer Fähe in Herzlake hat gezeigt, dass der Staat handeln kann, wenn er denn will. Am Donnerstag nun, wird der Landtag einen Antrag beschließen, für den die CDU-Fraktion lange Zeit gekämpft hat. Der Wolf wird ins Jagdrecht aufgenommen. Der Celler Landtagsabgeordnete, Jörn Schepelmann, begrüßt diesen Schritt. Er ist notwendig und richtig, um einem vernünftigen Wolfsmanagement in unserer Kulturlandschaft näher zu kommen.

Ungeachtet dessen kam es Anfang der Woche aber erneut zu Rissen in Hetendorf (Gemeinde Südheide).

Hierzu nimmt der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann wie folgt Stellung:

„Die jüngsten Ereignisse in Hetendorf, wo erneut mehrere geschützte Tiere vom Wolf gerissen worden sind, belegen ein weiteres Mal, auf schonungslose Art und Weise, wie absurd und weltfremd viele Forderungen beim Wolf sind, wie brutal die Realität blinde Ideologie und Wolfsromantik bloßstellt.

Die seit Jahren stetig steigende Zahl an Wölfen, insbesondere hier bei uns im Landkreis Celle, ist ein großes Problem. Die vermeintlich wolfssicheren Schutzmaßnahmen greifen nicht. Und sinnvoll waren sie auch noch nie. Wir können, dürfen und sollten unsere Heimat nicht flächendeckend einzäunen! Ich weiß nicht was noch passieren muss bzw. welche Ideen noch um sich greifen werden, ehe man bereit ist, der Wahrheit ins Auge zu sehen.

Während das Wolfsbüro und grüne Ideologen den Leuten erzählen, Zäune mit 1,20m Höhe seien Wolfssicher, ist die Realität eine andere. Und die tägliche Arbeit mit den Zäunen bleibt selbstverständlich auch bei den Tierhaltern.

In Hetendorf war der Zaun 2 Meter hoch, der Tierhalter hatte vorsorglich Baustahlmatten in den Boden eingelassen und eine Stromlitze 20cm davor stehen.

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich ja fast dafür plädieren, demnächst noch den Bau von Burggräben vom Land aus zu fördern.

Wer schon einmal im Wolfscenter Dörverden war, der weiß was ein wolfssicherer Zaun ist. Ich möchte  nicht, dass unsere wunderschöne Heide zum ‚Knast‘ wird! Und wer kümmert sich eigentlich um all die anderen Tiere, die durch die Zäune ein- bzw. ausgesperrt werden? Mit immer höheren Zäunen wird der Biodiversität ein Bärendienst erwiesen.

Wann endlich wachen die vermeintlichen Tierschützer vom NABU und co. auf? Was in unserem Land, rund um den Wolf, veranstaltet wird, hat nichts mehr mit Sinn und Verstand zu tun. Es ist einfach nur absurd.

Und besonders bedrückend ist für mich der Umstand, dass militante Tierschützer, derart radikal agieren, dass wir aus ernstzunehmenden Sicherheitsgründen die Identität des Schützen der ‚Herzlaker Fähe‘ verheimlichen müssen. Wo sind wir eigentlich angekommen?

Der Wolf muss und kommt jetzt endlich ins Jagdrecht. Frau Bundesministerin Schulze muss endlich den längst vorhandenen ‚günstigen Erhaltungszustand‘ erklären, damit wir endlich mit einem sinnvollen Wolfsmanagement anfangen können. Nur dann ist ein Leben mit dem Wolf möglich. Es geht so einfach nicht weiter!“

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